Prominente Personen

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In Koknese sind viele bedeutende Wissenschaftler, Künstler, Maler, Volkswirte, Pädagogen, Sportler, und Vertreter anderer Berufe geboren, haben studiert und gearbeitet, die einen haben eine kürzere die anderen eine längere Zeit ihres Lebens in Koknese verbracht .

Vetseke (Vesceke, Vyachko; 12.Jh.–1224), Herrscher von Koknese (Kokenhusen), später Terbata (Dorpat). 1205 schloss er Frieden mit Bischof Albert. 1208 brannte die Burg von Koknese ab und er geht nach Russland.

Bischof Albert - 1209 befahl, eine starke Steinburg in Koknese zu bauen. Ab Anfang des 13. Jhs. trieb Albert die Expansion der deutschen Feudalherren und der katholischen Kirche im Baltikum voran.

Rudolf von Jerichow - Verwalter der Burg von Koknese im Jahre 1209-1211. Kommt aus einer reichen Ministerialfamilie im Erzbistum Magdeburg. Nimmt an dem Kreuzzug-Angriff an Jersika teil.

Bischof Wilhelm von Modena, päpstlicher Legat im Livland (1225-1226) - von Papst Honorius III entsendeter Legat, versuchte, Gewalttätigkeit in den baltischen Ländern zu mindern. Im September 1225 kommt er in Koknese an. „Lehrte über biblische Schriften sowohl für die Deutschen, als auch Russen, Letten und Selen, die dort lebten. Er forderte auf, den Glauben an Christus zu unterweisen, Christensitten einzuführen, heidnische Rituale zu beseitigen.“

Tiesenhausen – Koknese wurde von 1269 bis 1395 von Tiesenhausen verwaltet.

Stephan Bathory - gewährte den Bürgern von Koknese Privilegien - gab das Land außerhalb der Stadtmauern, erlaubte, Schiffe zu halten. Das von dem König 1597 gegebene Privileg ließ den Stadtbewohnern, eigene Boote und Segelgeräte halten, förderte die Wiederherstellung des Katholizismus als Mittel für die Anbindung des Landkreises an Polen-Litauen.

Herzog von Södermanland Karl 1600 (Später Karl IX) landete er im September in Estland und nahm fast die ganze Vidzeme ein. Am 23. März 1601 wird Koknese von Herzog Karl belagert. Am 12. Mai wurde er von Polen besiegt. Am 27. September 1605 besiegten die Polen in der Schlacht bei Salaspils (Kirchholm) das Heer des Herzogs Karl.

König von Schweden Gustav Adolf (1594–1632), – am 27. August 1621 nahm er Koknese ein. König von Schweden, ein ausgezeichneter Heerführer. Reformierte die schwedische staatliche Verwaltung, die Justiz, unterstützte die Stadtentwicklung. In der Außenpolitik bemühte sich Gustav Adolf die entscheidende Rolle Schwedens im Baltikum zu festigen, in Kriegen mit Polen und Russland eroberte er einen Teil von Vidzeme und Riga. Gustav Adolf war auch ein Reformator der Kriegskunst.

Zar Alexei Michailowitsch nahm im September 1656 Koknese ein.

Sächsicher Oberst Bose befahl am 25. Juli 1701, die Burg von Koknese zu sprengen und zog sich nach Kurzeme zurück.

Ernst Glück (1652–1705), baltisch-deutscher Pastor, Literat, Propst der Diözese Koknese (Kokenhusen). Hat in der Gemeindeschule Aluksne (Marienburg) etwa 25 lettische Lehrer für den Bezirk Koknese vorbereitet. Zusammen mit Gehilfen hat Ernst Glücks die erste Bibelauflage in lettischer Sprache vorbereitet (1685-1691). Bibel befestigte die Normen der Literatursprache, beeinflusste stark den Entstehungsprozess der lettischen Literatur.

Julius Feder (1838-1909) Er gilt als Gründer ​​der lettischen Landschaftsmalerei in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. Ein ausgesprochener Vertreter der russischen und deutschen akademischen, realistisch romantisierten Schule, einige Anzeichen des realistischen Impressionismus in seinen Werken. Geboren in Koknese, in der Familie des Inhabers der lokalen Kirchenkneipe. Im 19. Jh. 90er Jahren und Anfang des 20. Jhs. malte J. Feder eine große Anzahl von Naturstudien, in denen die schönsten Orte Lettlands, vor allem Ansichten von Koknese und Sigulda dargestellt sind („Weg in Ligatne“, „Burgteich Sigulda“, „Im Park von Sigulda“).

Alexander Strahl (1879-1947) geboren in der Familie des Flößers von Daugava, des Gerbers. Die ersten Schuljahre zusammen mit dem Bruder Karl in der orthodoxen Gemeindeschule Koknese. In Gemälden konzentriert er sich hauptsächlich auf Landschaften und Alltag im realistischen Impressionismus. Hat die Wirkung der atmosphärischen und Lichteffekte in der Malerei untersucht. Lyrische, traurige Landschaften mit Staffage. Flößer, Balkenführer, Handwerker in ihrer gewohnten Umgebung, die raue, jedoch harmonische Natur des mittleren Teils von Lettland sind die Hauptquellen des Schaffens.

Konrad Uban (1893-1981), einer der hervorragendsten lettischen Maler. Meister der Tonmalerei. Er malte Landschaften, Porträts, Akte und Stilleben. Er hat bestimmte Orte in der Natur gemalt, als das Wesentlichste empfand er das direkte, lebhafte, emotionale Naturerlebnis. Beliebte Landschaftsmotive - Stadtrand von Riga, Pardaugava, Koknese, Perse.

 

Rudolfs Karlis Leonids Blaumanis (1836-1908), Schriftsteller. Die ersten Veröffentlichungen von Blaumanis waren in deutscher Sprache. 1885-1887 Schriftführer und Lehrling des Gutsverwalters des Landgutes Koknese. Gerade die Leute des Landgutes Koknese wurden zu Prototypen der Figuren in den Werken des Schriftstellers in der Novelle Durch den Sumpf und im Theaterstück Im Feuer.

Juris Dauge (Georg, 1835–1910), Literat und Lehrer. Geboren in der Familie des Kneipenwirts in der Kanzler-Kneipe des Postgutes von Koknese. Er ging in die Elementarschule Jaunjelgava, in die Gemeindeschulen von Koknese und Ikskile. Aktiver Initiator des Kultur- und Soziallebens. Einer der bedeutendsten Aufsätze - die Geschichte „Jungfrau von Turaida“ (1857).

Jekabs Karps (1865–1943), Erzbischof von Jelgava der lettischen orthodoxen Kirche. Engagiert in Verlagstätigkeit - hat einen selbsterstellten Kalender für Orthodoxe herausgegeben. Hat an den Ereignissen der Revolution von 1905 aktiv teilgenommen, in den 30er Jahren des 20. Jhs. ist Jekabs Karps einer der Führer der lettisch orthodoxen Kirche, trifft sich oft mit K. Ulmanis. 1942 zum Erzbischof ernannt.

Janis Kroders (1860–1938), Mitglied der revolutionären Bewegung, auch Initiator der Gründung mehrerer Ackerbau-, Wohltätigkeits-, Kulturvereine. Im Mai 1905 wird er zum Schriftführer in der Gemeinde Koknese. In dieser Zeit beteiligt er sich schon aktiv an den von Sozialdemokraten organisierten Versammlungen und Volksmeetings. Die hervorragenden Begabungen, furchtloses Auftreten gegenüber der Zarenregierung und die Adligen machten ihn zu einem der Leiter der revolutionären Bewegung in Koknese.

Peteris Pengerots (1888–1906), Teilnehmer der Revolution von 1905. Diener des Pfarrhauses von Koknese. Ist in die Volksmiliz eingetreten, nahm an Kämpfen mit dem Zarenheer teil. Nach dem Eintritt der Strafexpedition versteckte er sich zusammen mit anderen Revolutionären in „Jauneli“ in der Gemeinde Bebri. Auf Anordnunges Pastors Hilner von Koknese festgenommen. In der Haft gefoltert, im Februar 1906 erschossen.

Jekabs Pilsatnieks (1838–1879), Dichter. Geboren in der Familie des Pächters der Gutsmühle in der Gemeinde Taurene. Hat das Lehrerseminar von Janis Cimze in Valka abgeschlossen (1859). Lehrer in der Gemeindeschule Vecpiebalga, durch seine Initiative wurde der Sing- und Leseverein von Vecpiebalga gegründet. Er war dessen Vorstand, Chorleiter. Das erste Gedicht - Widmung an Garlieb Merkel (veröffentlicht in der Zeitung „Baltijas Vēstnesis“, 1869). Autor der Texte der populären Lieder „Vīra prāts” (Verstand des Mannes) („Ozoli vēl Baltijā”) (Eichen nach wie vor im Baltikum) und „Svētku dziesma” (Festlied). Ab 1878 lebte er in Koknese, Leiter der Elizabetes-Schule.

Brencis Preiss (1821–?), Teilnehmer des „Kartoffelaufruhrs“ von Jaunbebri. Der aktivste Führer der Bauernunruhen von Jaunbebri. Hat auch die Leute der Gemeinde Odziena zum Aufruhr herangezogen.

Vilums Preiss (1791–?), Teilnehmer des „Kartoffelaufruhrs“ von Jaunbebri. Besitzer des Hauses Apsīšu. Agitierte die Leute seiner Gemeinde, in die Orthodoxe Kirche überzutreten - es war eine eigentümliche Protestform der Bauern von Vidzeme gegenüber den deutschen Gutsbesitzern.

Jekabs Vickops (?–1842), Teilnehmer des „Kartoffelaufruhrs“ von Jaunbebri. Besitzer des Hauses Jurči, einer der Anführer des Aufruhrs. Nach der Unterdrückung verurteilt, während der Vollstreckung der Strafe verstorben.

Rudolfs Bangerskis (1878–1958), Militärarbeiter, Inhaber des Lāčplēsis-Kriegsordens. Er war Besitzer der Bilstini-Mühle von Koknese. 1943-1945 Generalinspektor der lettischen Legion.

Ernests Blese (1892–1964), Linguist, Übersetzer. Seit der Gründung der Universität Lettlands Dozent, Professor für Germanistik. Lebte in „Laimoņi“ von Koknese.

Minna Dischlere (geb. Viksne, 1886–1976), Schriftstellerin. Geboren in der Familie des Besitzers von Ūzēni der Gemeinde Koknese. Ihr erstes Theaterstück - Drama „Dēls“ (Sohn) wurde im Jahre 1913 geschrieben. Am Ende der 20er Jahre - in den 30er Jahren begrüßten die Kritik die Theaterstücke von Dischlere „Ozolnieka meita“ (Tochter von Ozolnieks) (1929), „Iegātnis“ (1930). Minna Dischlere hat auch Komödien geschrieben („Traks laiks“ (Verrückte Zeit), 1932; „Studentes vasara“ (Sommer einer Studentin), 1931). Die Schriftstellerin fesselt die Heimat - die Familie Dischler haben ein Sommerhaus eingerichtet und ihm den Namen „Sauleskalns“ gegeben.

Janis Endzelins (1873–1961), Linguist. Durch seine Initiative und Beteiligung wurde an der Universität Lettlands die Abteilung für Baltische Philologie organisiert, wurde der Philologenverband gegründet (1920), in der Redaktion von Endzelins erschienen „Filologu biedrības raksti“ (Schriften des Philologenverbands) (1921-1940), wurde Speicher der lettischen Sprache geschaffen(1935). Die ersten Werke von Endzelins waren Übersetzungen der Dichtungen aus den griechischen und lateinischen Sprachen. Die Anerkennung der Wissenschaftler der Welt hat Endzelins als Spezialist der historisch vergleichenden Linguistik gewonnen. Endzelins sammelte und erforschte Ortsnamen, zusammen mit A. Abele, J. Kaulins, P. Smits u.a. wird das Werk „Latvijas vietu vārdi“ (Lettische Ortsnamen) (1-2, 1922-1925) herausgegeben, später wird die Ausgabe fortgesetzt, es wird die umfangreichen Studie „Latvijas PSR vietvārdi“ (Ortsnamen der Lettischen SSR“ vorbereitet (1956-1961). Bedeutend ist der Beitrag von Endzelins zur Pflege der lettischen Literatursprache. Endzelins hat rund 350 Werke veröffentlicht, darunter 15 Bücher. Janis Endzelins lebte in „Nākas“ von Bilstini.

Janis Pengerots (auch Janis Pengerots-Svesais, 1863–1932) – Gartenbauer, Literat. Geboren auf dem Landgut Koknese, ging in die Gutsschule (1872-1877), danach in die orthodoxe Gemeindeschule. Er schrieb viel über Gartenbau. Er hat die Bücheer „Lauksaimnieka augļu un ogu dārzs” (Obst- und Beerengarten des Landwirts) (1922), „Dārzāju sēklu audzēšana” (Gemüsesamen) (1923). Der Sohn von Janis Pengerots - Visvaldis Pengerots - Kunstwissenschaftler, Frau - Made Svile-Pengerote - ist einer der Prototypen von Kristine in der Novelle „Durch den Sumpf“ von Rudolfs Blaumanis.

Persietis (im echten Namen Karlis Zemiis) (1862 - 1901) Beendete die Gemeindeschule Irši, 1878-79 geht in Persietis in die Gemeindeschule Vietalva, schon damals sendete er seine literarische Versuche an die Zeitungen „Baltijas Vēstnesis“ und „Balss“. Die Artikel von Persitis wurden hauptsächlich in „Austrums“ und in der von T. Zeifert geführten „Jaunā Ražā“ veröffentlicht. Fabeln (mit Unterschrift Mēlgalis) erschienen im Jahr 1899 in der Sammlung „Paziņas” (Bekannte). In ungebundener Rede hat er Geschichten und Skizzen, in gebundener - Gedichte und Fabeln geschrieben, die sehr bekannt geworden sind. Persietis ist ein echter Realist und Alltagsschilderer.

Voldemars Jakobsons (1899-1974) - Absolvent der Lettischen Kunstakademie, Mitglied des Lettischen Künstlerverbandes, Bildhauer, Lehrer, Meister im Boxen und Reisender durch Europa. Der Künstler ließ mehr als 50 Skulpturen, mehr als 100 Zeichnungen, Grafiken, Dekorationsskizzen hinter sich. Sein Lieblingsmaterial war für Jakobsons Feldstein. Einige der Granitmeißelwerke: „Kukažiņa”, „Herrin”, „Doktorin Fichte”, „Bär”, „Grauer Tag”, „Marta”. Ihm sind auch die Eigenschaften von Bronze bekannt - Skulptur „Durst“, Zement als Bildhauermaterial - „Volks-

mädchen„ „Reptil“, Schwerfälligkeit von Gusseisen - „Faun“, das Werk ist im Park der Burg von Koknese zu sehen. In „Galdini“ der Gemeinde Bebri ist das Museum von Voldemars Jakobsons eingerichtet.