Bulandu pilskalns

Burghügel Bulandi

Der Burghügel Bulandi, auch Ozolkalns genannt, befindet sich am rechten Ufer des Flusses Iršupe, etwa 1 km nordöstlich von Irši, zwischen dem Fluss und der Landstraße. Im Jahr 1984 wurde durch den aufgestauten Fluss ein Wasserreservoir geschaffen, dessen Wasser den Hang des Burghügels teilweise ausgespült hat.

Der Burghügel erhebt sich nur 6–9 m über die umliegenden Felder. Lediglich auf der Flussseite steigen die Hänge bis zu 13 m an und sind von Natur aus recht steil. An den übrigen Seiten wurden die Hänge künstlich versteilt, jedoch ohne den Bau von Gräben oder Erdwällen. Die länglich-runde, relativ kleine Plateaufläche fällt nach Norden um etwa 2 m ab. Sie ist ungefähr 40 m lang und bis zu 22 m breit. Der Boden ist von einer Kulturschicht bedeckt, die Holzkohle, Tierknochen und andere Überreste enthält. An den Hängen des Burghügels reicht die schwarze Erde bis in eine Tiefe von etwa einem halben Meter.

Einer Legende zufolge wurde während eines Krieges auf dem Ozolkalns eine Geldtruhe vergraben, die das schwedische Heer bei seinem Rückzug wieder ausgegraben und nach Koknese gebracht haben soll. An der Stelle, an der die Truhe vergraben gewesen war, soll ein zurückgelassenes Buch gelegen haben. Darin sei beschrieben gewesen, wie das weggebrachte Geld am westlichen Fuß des Hügels wiedergefunden werden könne. Die ausgegrabene Geldtruhe soll auf einen schwer eisenbeschlagenen Wagen geladen und von zwei Pferden nach Koknese gezogen worden sein.

Beim Ausheben von Kartoffelgruben auf dem Burghügel sollen alte, verrostete Schwerter gefunden worden sein. Einige hundert Meter nördlich des Burghügels wurden früher auf einer kleinen Anhöhe jenseits der Wiese verschiedene Schmuckgegenstände entdeckt. Einige davon, darunter hufeisenförmige Fibeln, sollen noch vor dem Zweiten Weltkrieg nach Riga gebracht worden sein.

Dank des Vereins „Irši iedvesmo“ (Irši inspiriert) schmücken seit Oktober 2023 schöne Rastbänke und eine Informationstafel das Gelände des Burghügels. Dort können Besucher mehr über seine Geschichte erfahren – sowohl durch das Lesen der Texte als auch durch das Scannen eines QR-Codes.